Caritas fordert kostenlose Corona-Behandlungen für Armutsbetroffene

26.03.2020
Die Caritas bittet Bundesrat Alain Berset in einem dringlichen Schreiben, die Arztkosten im Zusammenhang mit Corona-Behandlungen für armutsbetroffene Familien von der Franchise auszunehmen und in das vom Bundesrat erlassene Massnahmenpaket aufzunehmen.

Viele armutsbetroffene Familien befinden sich infolge der Corona-Krise in einer akuten Notlage. Bei Verdacht auf eine Erkrankung am neuen Coronavirus können sie sich die notwendigen Untersuchungen nicht leisten, da ihre Krankenkasse wegen der Franchise nicht dafür aufkommt. Bisher erhalten sie dafür keine Hilfe. 

Die Caritas begrüsst das rasche Handeln des Bundesrats, ein Massnahmenpaket in der Höhe von 40 Milliarden Franken zur Verfügung zu stellen. Wichtig ist jedoch, dass besonders an die verletzlichsten Menschen in finanziellen Schwierigkeiten gedacht wird. Sie müssen sich bei einem Corona-Verdacht ohne Sorgen in die Behandlung begeben können.

Die Caritas schlägt vor, dass für Familien mit tiefen Einkommen die Arzt- und Behandlungskosten für Corona-Fälle vollumfänglich von den Krankenkassen bezahlt und von der Franchise ausgenommen werden. Die Krankenkassen sollen diese Zusatzkosten dem Massnahmenpaket des Bundesrates in Rechnung stellen können.

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