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Lehrabschluss in der Corona-Krise

23.04.2020

Die Corona-Krise hat auch den Betriebsalltag unserer Attestlernenden auf den Kopf gestellt. Der Lehrabschluss ist aber zum Glück nicht gefährdet. Bei den Prüfungsvorbereitungen ist jetzt Flexibilität angesagt.

Die Corona-Krise hat grosse Auswirkungen auf unsere Betriebe und die 21 Lernenden, die zurzeit bei uns eine Attestausbildung absolvieren. Sowohl die Gastronomie als auch die Schreinerei, die Hauswirtschaft, die Logistik und der Verkauf sind durch die behördlich verordneten Einschränkungen betroffen. «Wir lassen uns dadurch jedoch nicht aus dem Konzept bringen und machen zusammen mit den Lernenden das Beste aus der aktuellen Situation», sagt Gabriela Grüniger, Verantwortliche für die Attestausbildungen bei der Caritas Luzern.

Betriebsalltag steht Kopf

Auch wenn der Betriebsalltag Kopf steht, einige Bereiche geschlossen werden mussten und von allen Seiten Flexibilität gefordert ist: Langweilig wird es unseren Lernenden auf keinen Fall! «Die Lernenden können nun öfters Einsätze in anderen Branchen leisten. So erweitern sie ihren Erfahrungshorizont und vertiefen ihre interdisziplinären Betriebskenntnisse», so Grüniger.

Abschlussprüfungen nicht gefährdet

In der Zwischenzeit konnten sich die Berufsverbände mit dem Bund über die Abschlussprüfungen einigen. Wir sind sehr froh, dass unsere Lernenden im zweiten Lehrjahr trotz allem ihre Lehre ohne Verzögerungen abschliessen können. Wir drücken ihnen allen bereits jetzt ganz fest die Daumen!

Individuelle Vorbereitung auf Abschlussprüfungen

Aufgrund der Schliessung der Berufsschulen konnten die Lernenden der Caritas Luzern selbst wählen, ob sie ihr Homeschooling zu Hause oder in den Büroräumlichkeiten der Caritas Luzern abhalten wollen. «Unsere Berufsbildenden prüfen regelmässig ihre schulischen Fortschritte und bereiten die Lernenden des zweiten Lehrjahrs noch intensiver und ganz individuell auf ihre Lehrabschlussprüfungen vor», erklärt Yvonne Kretz, Leiterin der Gastronomie und Hauswirtschaft.

Probekochen in den Personalrestaurants

In der Gastronomie bildet jeweils das Probekochen einen Höhepunkt der Vorbereitungen auf die Lehrabschlussprüfung. Diese wurden dieses Jahr in etwas anderer Form durchgeführt:  «Wir konnten in den beiden Personalrestaurants, die weiterhin geöffnet sind, die Prüfungsaufgaben simulieren und so gleichzeitig die Gäste mit leckeren Mittagsmenüs beglücken», führt Yvonne Kretz aus.

Mehr Verantwortung übernehmen

Im Restaurant Brünig, das zurzeit nur Take-away anbieten darf,  sind es die Lernenden, die den Betrieb aufrechterhalten – mit jeweils einem Mitarbeitenden im Hintergrund. So lernen sie, mehr Verantwortung zu übernehmen. Weil abgesehen vom Take-away keine Gäste im Restaurant bedient werden müssen, bleibt auch hier mehr Zeit für die Prüfungsvorbereitung. Lorenzo, unser Lernender im zweiten Lehrjahr, hat beispielsweise zusätzliche Praxisaufgaben am Käsebüffet und im Zerlegen eines Poulets durchführen können.

Engpass auf dem Lehrstellenmarkt?

Aufgrund der Corona-Krise zeichnet sich in der Zentralschweiz ein Engpass auf dem Stellenmarkt für Lehrlinge ab. Umso wichtiger sind die Attestausbildungsplätze der Caritas Luzern. Wir konnten alle Verträge mit neuen Lernenden wie geplant aufgleisen. Aktuell sind noch zwei Lehrstellen im Detailhandel frei, was nicht unüblich ist für diesen Zeitpunkt im Jahr. Wir konnten bereits verschiedene Jugendliche im Rahmen von Schnuppertagen kennenlernen und sind zuversichtlich, planmässig ins Ausbildungsjahr 2020/21 starten zu können.