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Caritas Luzern muss Restaurant Brünig schliessen und sucht Nachfolge

1. Oktober 2021

Aufgrund der finanziellen Auswirkungen und Unsicherheiten der Corona-Krise, muss die Caritas Luzern das Restaurant Brünig aufgeben. Caritas Luzern setzt sich weiterhin mit anderen Angeboten für die berufliche und soziale Integration ein. Der Standort soll nach wie vor ein Begegnungsort bleiben. Es wird eine Nachfolge per Ende Januar 2022 gesucht. 
 
Das Restaurant Brünig der Caritas Luzern erlitt 2020 aufgrund der Corona-Krise, der damit verbundenen temporären Schliessung, Einschränkungen und fehlenden Gästen, hohe Umsatzeinbussen. Trotz aller möglichen Massnahmen wie Kurzarbeit, die Umstellung auf Takeaway und die Anpassung des Angebots sind die Verluste 2021 weiterhin hoch. Nach ausführlicher Analyse, für die auch eine externe Expertin zugezogen wurde, kamen Geschäftsleitung und Vorstand einstimmig zum Schluss, dass das Restaurant Brünig per Ende Januar 2022 geschlossen wird.  Als Verein mit gemeinnützigem Zweck kann Caritas Luzern das finanzielle Risiko nicht mehr tragen.  
 
«Es war ein schwieriger Entscheid», sagt Daniel Furrer, Geschäftsleiter von Caritas Luzern. Denn wir haben in den letzten Jahren mit dem Restaurant Brünig nicht nur einen erfolgreichen Ausbildungsbetrieb, sondern auch eine treue Stammkundschaft aufgebaut. Dank speziellen Vergünstigungen für Menschen mit wenig Geld entwickelte sich das Restaurant Brünig in den drei Jahren seit der Eröffnung auch zu einem Treffpunkt für verschiedene soziale Schichten. 
 
Das Restaurant Brünig bot pro Jahr vier bis sieben Ausbildungsplätze für Küche und Service an. Insgesamt hat Caritas Luzern 13 junge Erwachsene durch ihre Ausbildung begleitet. Die Caritas Luzern bleibt mit dem Restaurant A15 bei Caritas Schweiz an der Adligenswilerstrasse 15 sowie dem Restaurant Grossmatte am Hauptsitz in Littau und dem Catering-Angebot weiterhin ein Ausbildungsbetrieb auch in der Gastronomie und unterstützt junge Erwachsene in ihrem Berufseinstieg. 
 
Unter diesen Umständen müssen vier Mitarbeitende entlassen werden und eine Person ist von einer Änderungskündigung betroffen. Für alle wird ein Sozialplan eingerichtet. Zwei Lernende können intern in einem anderen Betrieb ihre Ausbildung weiterführen und für zwei Lernende wird intensiv nach einer Anschlusslösung in Partnerbetrieben gesucht. «Es liegt uns am Herzen, dass die Betroffenen nach diesem Entscheid begleitet werden und gemeinsam nach alternativen Lösungen gesucht wird», sagt Daniel Furrer. 
 
Die Caritas Luzern ist mit dem Vermieter im Gespräch, um einen guten Übergang und eine Nachfolge zu planen, mit dem Wunsch, dass das Restaurant weiterhin als niederschwelliger Quartiertreffpunkt erhalten bleibt. «Vorstand, Geschäftsleitung und alle Verantwortlichen bedauern diesen Entscheid. Wir sind uns bewusst, dass die Involvierten viel Hingabe und Kompetenz in das Restaurant Brünig steckten. Dies schätzen wir sehr und dafür möchten wir uns herzlich bedanken», sagt Daniel Furrer.
 
Die Caritas Luzern engagiert sich weiterhin in einer Vielzahl von Programmen und Projekten der beruflichen und sozialen Integration.
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