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Kirchliche Sozialdienste und Caritas Luzern helfen bei finanziellem Druck

5. Januar 2023

Wenn die Lebenskosten stetig steigen, trifft das viele Menschen auch bei uns. Wer bisher schon ein enges Budget hatte, kann sich jetzt noch weniger leisten. Was tun? Die Sozialberatungen der reformierten und der katholischen Kirche sowie von Caritas Luzern können helfen, mit der angespannten Situation umzugehen.
Die Inflation ist in aller Munde. Was abstrakt tönt, hat Auswirkungen im Alltag: Lebensmittel, Benzin, Mieten, Krankenkassen und Energie werden teurer. Beatrice Geuking, Leiterin der Sozialberatung der Katholischen Kirche Stadt Luzern weiss aus ihrem Berufsalltag, was das bedeutet: «Menschen mit sonst schon knappem Budget geraten weiter unter finanziellen Druck. Das Einkommen hält mit der Teuerung nicht mehr mit, die Schuldenspirale droht.» Gefährdet sind Einzelpersonen und Familien, junge Alleinerziehende, Pensionierte mit kleinen Renten oder Geringverdienende.

Armut steigt auch in der Schweiz

Tatsächlich drohen immer mehr Menschen in der Schweiz in die Armut abzurutschen. Aktuelle Berechnungen der Berner Fachhochschule zeigen, dass der Bevölkerungsanteil, der trotz Einkommen als «arm» gilt, von 8,5 auf 9,3 Prozent steigt. Das sind fast 80'000 zusätzliche von Armut bedrohte Menschen in der Schweiz.

«Die Preissteigerungen im Bereich Wohnen und Nahrungsmittel spüren Menschen mit knappem Budget besonders stark. Es ist kaum finanzieller Spielraum vorhanden, um die Teuerung aufzufangen», sagt Antje Sonntag, Leiterin der Sozial- und Schuldenberatung von Caritas Luzern. «Das Sparpotential bei diesen Ausgaben ist gering, denn die Miete muss bezahlt werden und bei den Nahrungsmitteln schränkt man sich oft auf Kosten der Gesundheit ein. Gespart wird an anderen Orten, wie beispielsweise bei den Kleidern oder beim Kaffee im Restaurant, das jetzt erst recht nicht mehr drin liegt.»

Beratung kann helfen

Die Sozialberatungsstellen der Reformierten Kirche Luzern, der Katholischen Kirche Stadt Luzern sowie von Caritas Luzern wollen die Menschen deshalb dazu ermuntern, möglichst früh eine Sozialberatung in Anspruch zu nehmen. «Vielen Menschen fällt es schwer, Hilfe zu beanspruchen. Hier möchten wir Mut machen, denn eine frühzeitige Beratung hilft, der drohenden Schuldenspirale zu entkommen und schafft neue Perspektiven», sagt Doris Krummenacher, Leitern der Sozialberatung der Reformierten Kirche Luzern.

Zusammen mit den Klientinnen und Klienten schauen die Sozialberatenden, wo gespart werden kann. Dafür braucht es zunächst eine Übersicht der eigenen Finanzen sowie eine gute Planung. «Sparen kann ganz schön anstrengend sein», berichtet Beatrice Geuking. «Um die Motivation nicht zu verlieren, müssen erreichbare Ziele gesteckt werden. Wir können bereits im Rahmen von ein bis zwei Terminen gemeinsam ein realistisches Sparpotenzial ausarbeiten und aufgrund unserer Erfahrungswerte Hinweise für noch nicht bekannte Budgetentlastungen geben.»

Ähnliche Erfahrungen macht Doris Krummenacher von der Reformierten Kirche Luzern: «In der Beratung erarbeiten wir gemeinsam einen Budgetplan, der die individuelle Situation berücksichtigt. Zudem erhalten die Klientinnen und Klienten viele Tipps, wo und wie sie sparen können. So ermöglichen wir ihnen den Zugang zu stark vergünstigten Lebensmitteln, Kleidern, Spielzeugen, Laptops für Kinder in Ausbildung, Sehbrillen und auch Vergünstigungen zu kulturellen Anlässen verschiedenster gemeinnütziger Organisationen. Je nach Bedarf helfen wir unseren Klientinnen und Klienten, ihre Kompetenzen im Finanzbereich zu optimieren.»

Den Alltag mit eigenen Mitteln bewältigen

Auf Sparmöglichkeiten weist auch Antje Sonntag hin: «Mit Hilfeleistungen wie beispielsweise Informationen zum ‹Caritas Markt› mit seinen vergünstigten Lebensmitteln, zum Secondhand-Laden ‹Caritas Wohnen› oder zur ‹KulturLegi› wollen wir Menschen mit knappem Budget in unseren Beratungen Möglichkeiten aufzeigen, sich in der herausfordernden Situation zurechtzufinden.»

Gemeinsames Ziel aller kirchlichen Sozialberatungen sowie der Caritas Luzern ist die Bewältigung des Alltags mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und die Vermeidung von Schulden.

Kirchliche Sozialdienste – Kontakte

  • Doris Krummenacher Sozialberatung Reformierte Kirche Luzern Morgartenstrasse 16; 6003 Luzern 041 227 83 34; sozialberatung@reflu.ch www.reflu.ch/luzern/angebote/details/Sozialberatung
  • Beatrice Geuking Sozialberatung Katholische Kirche Stadt Luzern Weggismattstrasse 9; 6004 Luzern 041 229 90 90; sozialberatung@kathluzern.ch www.kathluzern.ch/sozialberatung
  • Antje Sonntag Sozial- und Schuldenberatung Caritas Kanton Luzern Kellerstrasse 36; 6005 Luzern 041 368 52 73; sozialberatung@caritas-luzern.ch https://www.caritas-luzern.ch/was-wir-tun/sozial-und-schuldenberatung
 

Weitere Informationen

Reto Stalder
Leiter Marketing, Kommunikation & Fundraising

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