Reagieren auf gesellschaftliche Entwicklungen

19. Februar 2018

Die Caritas Luzern bietet eine breite Palette von Programmen zur beruflichen und sozialen Integration von Jugendlichen und Stellensuchenden. Hier gab es in den letzten Monaten starke Veränderungen, die das Hilfswerk veranlassen, Massnahmen zu ergreifen.
 
Die Erwerbslosenquote ist seit Mitte 2017 rückläufig. Diese erfreuliche Entwicklung hat einen deutlichen Rückgang der Anmeldungen in die Beschäftigungsprogrammen zur Folge.  Ebenso werden weniger Jugendliche dem Angebot Schule und Jobtraining zugewiesen, da auch die Zahl der Asylsuchenden rückläufig ist.
 
Erste Massnahmen wurden bereits getroffen. So wurden Gespräche mit den Leistungsbestellern geführt, um die Situation bezüglich Zuweisungen und Sachaufwand zu optimieren. Auf Seiten Personal wurden Stellen nach Pensenreduktionen und Kündigungen durch Mitarbeitende nicht neu besetzt.
 
Das Angebot «Schule und Jobtraining» wurde infolge hoher Schülerzahlen in den Jahren 2015 und 2016 massiv ausgebaut. Nun sind die Zahlen auf den Stand von Ende 2015 zurückgegangen, dieser Trend hält weiter an. Die Caritas Luzern sieht sich deshalb gezwungen, weitere Massnahmen zu treffen und dabei auch Kündigungen auszusprechen. Betroffen sind 7  Personen (davon eine Änderungskündigung) mit insgesamt 460% Stellenprozent. Ein Sozialplan ist eingerichtet. 


«Wir bedauern, dass wir zu diesem Entscheid gezwungen sind und Mitarbeitenden kündigen müssen, die sich sehr für ihre Aufgabe engagiert haben», sagt Thomas Thali, Geschäftsleiter der Caritas Luzern.
 
 
 
Beschäftigungsprogramme
Mit den Beschäftigungsprogrammen bietet die Caritas Luzern für versicherte und ausgesteuerte Erwerbslose Einsatzplätze an. 
Die Stellensuchenden erhalten einen sinnvollen und realitätsnahen Arbeitsplatz, wo sie ihren Erfahrungsschatz ausbauen können. Die Teilnehmenden werden durch die Kombination von Arbeit und Bildung individuell gefördert und ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen erhöht. 
 
 «Schule und Jobtraining»
Das Programm bietet jugendliche Migrantinnen und Migranten eine praxisnahe Schulbildung in Sprache, Mathematik 
und Informatik. Durch Arbeitseinsätze im handwerklichen oder hauswirtschaftlichen Bereich lernen Sie die Arbeitswelt kennen.