Referentinnen und Referenten des Grundkurses

Der Grundkurs in Sterbebegleitung wird von vier qualifizierten Referentinnen und Referenten geleitet. Diese vermitteln nicht nur theoretische Grundlagen, sondern teilen viel aus ihrem persönlichen Erfahrungsschatz in der Sterbegleitung mit den Teilnehmenden.

Zu den aktuellen Referentinnen und Referenten gehören:

  • Thomas Feldmann, Leiter Fachstelle Begleitung in der letzten Lebensphase
  • Heidi Müller, Theologin
  • Regina Flory, Pflege- und Palliative-Care-Fachfrau
  • Katja Thürig, Pflege- und Palliative-Care-Fachfrau

 
Thomas Feldmann – Begleitung in der letzten Lebensphase
Thomas Feldmann, Leiter Fachstelle Begleitung in der letzten Lebensphase

Thomas Feldmann studierte Theologie und philosophische und religionswissenschaftliche Studien. Er absolvierte zahlreiche Ausbildungen in Supervision, Coaching, Teamentwicklung und Psychotherapie sowie eine Weiterbildung in Interdisziplinärer Palliative Care und Organisationsethik. Er war als psychologischer Leiter bei «Die Dargebotene Hand Zentralschweiz» tätig und arbeitete als Berater, Therapeut und Beistand in der Jugend-, Ehe- und Familienberatung.

Seit 2004 führt er eine eigene Praxis für Beratung und Therapie in Luzern. Zurzeit leitet Thomas Feldmann die Fachstelle Begleitung in der letzten Lebensphase der Caritas Luzern. Ausserdem ist er Teamsupervisor des interdisziplinären Palliative-Care-Teams des Kantonsspital Luzern und leitet Weiterbildungen für die Spitalseelsorge- und Care-Teams.

Thomas Feldmann ist Gesamtverantwortlicher für den Grundkurs und leitet die Einführung in die Entstehung und Haltung von Palliative Care, die Kommunikation mit Schwerkranken und Sterbenden, das Thema der eigenen Werte und Prägungen in der Begegnung mit Kranken und Sterbenden, die Begleitung von Angehörigen, die Rolle als Begleitende, die Schweigepflicht und die Praktikumseinsätze.
 
«Mir ist es ein Anliegen, dass unsere Gesellschaft stärker zu einer sorgenden Gemeinschaft wird, in der kranke und sterbenden Menschen begleitet und unterstützt werden, ihre letzte Lebenszeit so zu verbringen, wie sie es sich wünschen. Das betrifft uns alle selber auch. Dazu sind wir alle auf ein sorgendes Netzwerk von Angehörigen, Fachkräften und Freiwilligen angewiesen, die begleiten und unterstützen. In unseren Kursen wollen wir dazu sensibilisieren und befähigen.»

Heidi Müller Heidi Müller, Theologin

Heidi Müller ist diplomierte Sozialarbeiterin, studierte Theologie und absolvierte das Clinical Pastoral Training, eine Seelsorgeausbildung. Sie arbeitete in verschiedenen Kirchgemeinden als Sozialarbeiterin und Katechetin und war von 1997 bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 2017 Pfarrerin an der Lukaskirche und für einige Jahre Seelsorgerin im Pflegeheim Eichhof in Luzern.

Daneben war Heidi Müller als selbständige Dozentin im Bereich Sterben, Tod und Sterbebegleitung tätig. Aktuell arbeitet sie als Referentin im Bereich Sterbebegleitung und übernimmt Stellvertretungen im Pfarramt.

Im Grundkurs unterrichtet sie die gesellschaftlichen Aspekte des Sterbens, Spiritualität und Glauben sowie Sterben, Trauern und Abschiedsrituale.

«In der Begleitung Schwerkranker können wir Leid, Schmerz, Angst und Sterben nicht verhindern, aber wir können für die Sterbenden da sein. Wir können uns einlassen auf das, was ist und dabei auch grösste Hilflosigkeit erfahren. Aber gerade da erfahren wir die kostbarsten Momente: die Begegnung mit den Sterbenden auf Augenhöhe.»
Regina Flory
Regina Flory, Pflege- und Palliative-Care-Fachfrau

Regina Flory ist diplomierte Pflegefachfrau mit Schwerpunkt in Palliative Care und hat einen MAS in Erwachsenenbildung absolviert. Seit mehr als 15 Jahren arbeitet sie im ambulanten Bereich bei der Spitex der Stadt Luzern und hat die ambulante Palliative Care mitaufgebaut.

Momentan ist sie Weiterbildungsverantwortliche und Leiterin des Freiwilligendienstes für Menschen mit Demenz.

Im Grundkurs behandelt sie das Sterben auf körperlicher Ebene wie körperliche Bedürfnisse, belastende Symptome von sterbenden Menschen sowie die praktische Umsetzung pflegerischer Handreichungen.

«Das übergeordnete Ziel ist immer das Wohlbefinden der sterbenden Person. Wenn wir typische Symptome von Schwerkranken und Sterbenden und deren Linderungsmöglichkeiten kennen, können wir mit einer kleinen Geste – wie beispielsweise der Erfrischung des Mundes – viel dazu beitragen.»

Katja Thürig Katja Thürig, Pflege- und Palliative-Care-Fachfrau

Katja Thürig ist diplomierte Pflegefachfrau und arbeitete in verschiedenen Institutionen der Palliative Care. Sie absolvierte Aus- und Weiterbildungen im Bereich der Psychologie und des Persönlichkeitstrainings sowie in Palliative Care und Spiritual Care.

Zurzeit arbeitet sie als Pflegefachfrau im ambulanten Palliative-und Onko-Care-Team der Spitex Stadt Luzern, wo sie Schwerkranke, Sterbende und deren Angehörigen im häuslichen Umfeld pflegt und berät.

Im Grundkurs gibt Katja Thürig ihre jahrelangen Erfahrungen in der Sterbebegleitung weiter. Dabei stösst sie Themen an, die die Teilnehmenden zum Nachdenken anregen sollen, damit sie sich selbst, aber auch zusammen mit ihrem Umfeld vertieft mit den Themen Sterben und Tod auseinandersetzen.
 
«Ich möchte, dass die Teilnehmenden ihr Wissen und das Erlebte hinaustragen in die Gesellschaft und an die Sterbebetten.»