Sorgekultur – Ethik am Lebensende

Das Konzept der «Caring Communities», der sorgenden Gemeinschaften, greift die Idee auf, dass das Leben und das Sterben von Menschen nicht nur die «Profis» und Ehrenamtlichen angeht, sondern alle, die in einem Dorf oder einer Stadt miteinander zusammenleben. 

Das Lebensende ist nicht nur eine Frage guter Versorgung. Grenzerfahrungen des Lebens lassen uns wie unter einem Vergrösserungsglas «tiefer» blicken und weiter sehen. Wir sehen etwa, dass wir auf die Hilfe und Sorge anderer verwiesen und angewiesen sind. Wir können nicht vorwegnehmen, was dabei geschehen und wie es uns zumute sein wird. Wir haben vielleicht Angst, anderen Menschen zur Last zu fallen oder so sehr zu leiden, dass es «nicht auszuhalten» ist. 

Palliative Care hat Angebote für schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen. Sterbebegleiterinnen und -begleiter schenken Zeit und Gemeinschaft, wenn es um die letzten Wochen, Tage und Stunden eines Menschen geht. Sie tragen gesellschaftspolitisch bedeutsam zur Sozialität des Sterbens und zur Resozialisierung der Sterbenden bei. Dabei treten nicht selten ethische Fragestellungen und Konflikte auf.

Zukunftswerkstatt mit überraschenden Ergebnissen

«Wie sieht die Zentralschweiz im Jahr 2030 aus, was die Sorge um Menschen am Lebensende angeht?» Diese Frage wurde in der Zukunftswerkstatt der Fachtagung Palliative Care der Caritas Luzern am 14. September 2018 von Mitarbeitenden aus Pflege, Seelsorge, Medizin, Sozialarbeit, Psychologie sowie Freiwilligen aus Sterbebegleitgruppen behandelt. In Gruppen arbeiteten die Teilnehmenden intensiv an einer Sorgekultur, wie sie in Zukunft gelebt werden könnte.

In unserer Tagungsdokumentation finden Sie die wichtigsten Informationen zur Fachtagung sowie die vielfältigen, kreativen und manchmal überraschenden Erfebnisse der Zukunftswerkstatt: